Frauenperspektiven Nürnberg

» Denn alt und jung zugleich ist Nürnbergs Angesicht, das viele Züge trägt. «

Aus dem Prolog des Nürnberger Christkinds

Headerbild U-Bahn zu Frauenperspektive Nürnberg

Über das Buch

Nürnberg – Stadt voller Gegensätze

In kaum einer anderen Stadt Deutschlands sind Vergangenheit und Gegenwart, Altes und Neues so vereint und so gegenwärtig, wie in der geschichtsträchtigen Handelsstadt. Die Vergangenheit der fränkischen Hauptstadt ist einerseits hell und strahlend, andererseits dunkel und düster, in der Gegenwart ist beides präsent.

Das Buch ist eine Einladung, die Stadt Nürnberg aus einer anderen, einer weiblichen und künstlerischen Perspektive zu betrachten oder sie überhaupt zu entdecken, ebenso wie die Frauen, die im kulturellen Leben der Stadt tätig sind und sich engagieren.

23 Frauen aus dem kulturellen Leben der Stadt stellen in persönlichen Interviews ihre Perspektiven auf Nürnberg und ihre besonderen Orte in der Stadt vor.

Zu jeder Frau findet sich zusätzlich ein von der Autorin Nicoletta De Rossi verfasstes Kurzporträt sowie erzählerisch aufbereitete Fakten und Anekdoten zu den jeweils vorgestellten Orten.

Eröffnet wird das Buch mit dem Aufsatz ›Nürnbergerinnen – gestern und heute‹ von Nicoletta De Rossi, worin sie den Spuren historischer Frauen folgt und der Frage nachgeht, ob Nürnberg eine ›weibliche Stadt‹ ist.

Die Bilder der Fotografin Julia Puder machen nicht nur die Verbundenheit der Frauen mit ihrem besonderen Ort und seiner Geschichte sichtbar, sie werfen vor allem einen beeindruckenden neuen Blick auf Altbekanntes. Aufgrund des von ihr gewählten Stilmittels doppelbelichteter Fotografien lassen sich die Orte und auch die Frauen aus einer anderen, künstlerischen Perspektiven betrachten lassen.

Mehr zum Buch

23 Frauen, die mit Nürnberg verbunden sind – waschechte ›Nämbercherinnen‹ oder ›Neigschlaafte‹, darunter die Journalistinnen Anette Röckl und Ella Schindler, die Bürgermeisterin a.D. Julia Lehner und die Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg Yvonne Coulin oder die Weinhändlerin Tanja Dünfelder. Frauen aus der Welt der Kunst, wie die Modedesignerin und Illustratorin Eva Spielhagen, die Bildhauerin Evelyn Hesselmann und die Malerin und Kupferstecherin Sofia Fränkl. Theaterfrauen wie die Kammerschauspielerin am Staatstheater Nürnberg Adeline Schebesch und die Gewandmeisterin am Staatstheater Nürnberg Patrizia Krah. Frauen der freien Musik-, Kunst- und Theaterszene wie die Pianistin Hildegard Pohl, die Tänzerin Susanna Curtis und die Leiterin des Gostner Hoftheaters Christine Haas. Museumsdirektorinnen wie Christine Demele (Albrecht-Dürer-Museum), Simone Schimpf (Neues Museum Nürnberg), Marion Grether (Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum) und Karin Falkenberg (Spielzeugmuseum). Frauen mit Liebe zur Natur wie Kazumi Nakayama, Frauen die sich der Literatur verschrieben haben, wie die Schriftstellerin Nadine Schneider, die Literaturprofessorin Silvia Mergenthal und die Verlegerin Bobby Kastenhuber. Frauen, die sich für mehr Bildung engagieren wie die Direktorin des Bildungszentrums Nürnberg Gabi Pfeifer und Frauen, die Nürnberger Traditionen bewahren, wie das ›Grisdkindla‹ der Jahre 2023/2024 Nelly Lunkenheimer.

Ihre Lieblingsorte zeigen viele der unterschiedlichen Facetten der Stadt aus ihrer persönlichen Perspektive.

In den Interviews legte Nicoletta De Rossi den Fokus zunächst auf die Frauen selbst und auf deren Wirken. So erschließt sich der jeweilige Ort nicht sofort, sondern erst durch den Blick zurück in die Vergangenheit, den sie im dritten Teil der Porträts vornimmt. Dadurch gelingt es ihr, das Gegenwärtige mit dem Vergangenem harmonisch zu verbinden und diese beiden Aspekte von Nürnberg in Einklang zu bringen.

Und auch auf Julia Puders Fotografien erschließt sich der Ort meist nicht auf den ersten Blick. Als herausragendes Stilmittel wählte sie doppelbelichtete Fotografien, durch die sich die Orte und auch die Frauen aus einer anderen, künstlerischen Perspektiven betrachten lassen. Diese Art der Fotografien regen die eigene Phantasie an und zeigen gleichzeitig die Vielfalt der Wirklichkeiten, die es auch in einer Stadt wie Nürnberg gibt. Altbekanntes erscheint in einem neuen Licht, wodurch auch Julia Puder die Verbindung von Altem und Neuen auf unkonventionelle und außergewöhnliche Art und Weise gelingt.

»Denn alt und jung zugleich ist Nürnbergs Angesicht, das viele Züge trägt«, so steht es im Prolog des Nürnberger ›Grisdkindla‹. In diesem Buch lassen sich nicht nur diese vielen »Züge« der Stadt wunderbar erkunden, sondern man erlebt bei der Lektüre auch, wie Gegensätze miteinander harmonieren und voneinander profitieren können.

Buchcover Frauenperspektive Nürnberg

Nicoletta De Rossi | Julia Puder
Frauenperspektiven Nürnberg

Frauenperspektiven

Mai 2026
Gebunden mit Schutzumschlag, Leineneinband
448 Seiten | 280 Fotografien
16,5 x 21,5 cm, Lesebändchen

€ 45,00 (D)

ISBN 978-3-9827669-1–1

Über die Autorin

Nicoletta de Rossi

Nicoletta de Rossi

Die freie Journalistin und Autorin lebt seit 2000 in Nürnberg. Sie schreibt sowohl für deutsche als auch italienische Medien und hat zuletzt einen Reiseführer über ihre Heimatstadt Venedig verfasst, der 2025 beim italienischen Verlag Feltrinelli erschienen ist. Sie setzt sich unermüdlich für die perfekte Mischung aus italienischer und deutscher Kultur ein. In ihrem Online-Reisemagazin Sonoitalia berichtet sie auf Deutsch über Italien. Im Mai 2026 erscheint außerdem ihr Buch Love Italy. Sehen, fühlen und erleben – zwischen Kunst, Genuss und Lebenslust im Bruckmann Verlag.

www.sonoitalia.de 
@sonoitalia | @derossinicoletta

Über die Fotografin

Julia Puder

Julia Puder

Die gebürtige Nürnbergerin studierte nach ihrer Ausbildung zur Fotografin Mediendesign an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und arbeitet seitdem als freie Fotografin Herausragendes Stilmittel dieses Buchs sind ihre doppelbelichteten Fotografien: »Durch die Doppelbelichtungen wollte ich mich selbst überraschen und neue Bilder entstehen lassen. Für mich und den Betrachter. Dieses Projekt war eine ganz spannende künstlerische Reise durch Altbekanntes und hat mir einen ganz neuen Blick auf Vieles gegeben.«

www.julia-puder.de | @julia_puder_photography